Der Tag, der mein Leben veränderte
- Maria Esser

- 17. Jan. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Jan. 2025

Manchmal passieren uns Schicksalsschläge, die wir weder erwarten oder brauchen noch greifen oder verarbeiten können. Sie überrollen uns und wir verstehen von einer Sekunde auf die andere gar nichts mehr.
Der 12. August 2023 - der Tag, der mein Leben nachhaltig verändern sollte. Am 2. August gaben mein Mann Peter und ich uns das Ja-Wort. In kleinem Kreis und eigentlich auch nur, um den "offiziellen Teil" der Hochzeit hinter uns zu haben. Am 12. August sollte dann die große Feier folgen, mit Freunden, Familie und allem, was dazugehört. Wir waren aufgeregt - oh, waren wir aufgeregt. Alles sollte perfekt sein und das wäre es auch fast geworden ...
"Hätte ich es nur geahnt, gesehen oder gewusst."
Am 11. August reisten wir mit einigen Freunden an unserer Hochzeitslocation an. Ein wunderschönes Bio-Hotel in Nauen mit angeschlossenem Landgut. Wir wollten in einem alten Weinkeller feiern und dekorierten den Raum dunklen Rosen, Eukalyptus, Efeu und Kerzen. Es sollte eine besondere, dunkle und romantische Hochzeit werden. Alles war perfekt. Den Abend verbrachten wir, wie traditionell üblich, getrennt voneinander. Meine Freundinnen und ich vertrieben uns die Zeit mit Gesichtsmasken, Sekt und letzten Vorbereitungen, Peter und die anderen spielten Billard und hatten Spaß - dachten wir. Als wir uns abends auf dem Zimmer trafen, waren wir beide aufgeregt und kamen kaum zur Ruhe. Am nächsten Morgen schien alles perfekt. Wir wachten auf, freuten uns auf den Tag und auf die anstehende Hochzeitsreise - nichts davon sollte je passieren. Hätte ich es doch nur geahnt, gesehen oder gewusst.
"Nein, alles gut! Ich liebe dich!"
Wir machten uns fertig, gingen zum Frühstück. Im Fahrstuhl lächelte Peter mich mit den Worten "Heute ist unser Hochzeitstag" an. Am Tisch wurde er immer stiller. Ich dachte er sei aufgeregt und dachte mir nichts dabei. Plötzlich stand er auf: "Ich gehe hoch zu Wanda (unser Hund), sie ist ansonsten ja den ganzen Tag alleine und unter Stress." Ich fragte, ob er nicht noch kurz warten wolle, ich sei schließlich auch fast fertig mit dem Essen und hätte nur noch einen Schluck Apfelsaft. "Nein, alles gut! Ich liebe dich!" - Ein Kuss, ein letzter Blick, er ging.
"Und plötzlich ist alles still."
Wenig später stand auch ich auf, ich wollte auf unser Zimmer gehen und den Tag beginnen, traf unterwegs noch Freunde. Ich kam an der Zimmertür an, er hatte den Schlüssel genommen, und klopfte. Ein Mal. Zwei Mal. Drei Mal. Niemand öffnete. Ich wurde wütend, hatten wir doch Zeitdruck. Ich ging runter. An der Rezeption wurde ich gefragt ob ich Frau Esser sei, ich bejahte und erhielt den Zimmerschlüssel, den Peter für mich dort abgegeben hatte. Ich fragte, wo er hin sei und bekam nur die Antwort "Raus". Als ich sah, dass sein Auto weg war, bekam ich Panik. Ich wusste, dass hier etwas nicht stimmte. Sekündlich versuchte ich ihn zu erreichen aber nichts. Ich rief alle zusammen, dann der Anruf: "Wir kommen nicht zum Bahnhof, die Landstraße ist wegen eines Unfalls gesperrt. Der Unfallwagen - ein orangener Twingo." - Und plötzlich ist alles still.
Ich muss dahin! ICH MUSS DAHIN! Schnell saßen wir im Auto und fuhren zu der Unfallstelle. Ich sah das Auto - oder besser, das, was davon noch übrig war. Mir war klar, das kann er nicht überlebt haben. Die Polizei kam, stellte Fragen, dann die Infos: Keine Bremsspuren, nicht angeschnallt, Baum, kollidiert. Sie hielten mich hin. Eine gefühlte Ewigkeit später die finale Info: Er hat es nicht überlebt.
Mein Schrei geht mir bis heute nicht aus dem Ohr. Die Zeit darauf, die Sekunden, Minuten und Stunden, wenn nicht Tage, verschwimmen. Mein Leben, das was ich mir vorgestellt hatte, das was WIR uns gewünscht hatten, wird so niemals passieren.
Und hier begann meine Trauerreise. Ich fühlte mich oft verlassen, leer und orientierungslos. Deshalb möchte ich jetzt Menschen helfen, die sich mit einer solchen Situation konfrontiert sehen und versuchen mit ihnen einen neuen Lebensweg zu finden.

Was für ein aufschlussreicher Artikel! Er erklärt die verschiedenen Arten von Angststörungen auf eine sehr verständliche Weise. Für Menschen, die sich nicht sicher sind, was mit ihnen los ist, kann dieses Wissen sehr entlastend sein. Eine Webseite, die einen Test auf Anzeichen einer Angststörung anbietet, kann ein erster Anlaufpunkt sein, um die eigenen Symptome einem bestimmten Muster zuzuordnen und die nächsten Schritte zu planen.